Rechtliche & steuerliche Beratung beim Aufhebungsvertrag

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Aktuell versuchen viele Arbeitgeber, durch Aufhebungsverträge ihren Mitarbeiterstamm zu reduzieren. In der Regel enthalten Aufhebungsverträge von Arbeitgebern die Zahlung einer Abfindung und unter Umständen werden auch sogenannte Sprinterprämien angeboten.

Die Steuerberater & Rechtsanw√§lte der Kanzlei Haas und Kollegen aus Eschborn bei Frankfurt am Main beraten Sie schnell, unkompliziert, kompetent, bundesweit und vor allem umfassend zum Thema Abfindungsvertr√§ge. Unsere Beratung beinhaltet zum einen die rechtliche Pr√ľfung des Vertrags sowie s√§mtliche steuerlichen Aspekte in Bezug auf Sprinterpr√§mien, Ruhezeit oder die ‚ÄěF√ľnftel-Regel‚Äú. Bei uns erfahren Sie, auf welche Fallstricke Sie achten m√ľssen und wie Sie von einer Abfindung in ihrer ganz pers√∂nliche Situation steuerlich profitieren k√∂nnen.

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Seit √ľber 20 Jahren stehen Haas und Kollegen f√ľr schnelle und praktische L√∂sungen in zivilrechtlichen sowie steuerrechtlichen Bereichen f√ľr Privatpersonen und Unternehmen. Ein gro√ües Fachwissen durch die stetige Weiterbildung sowie jahrelange Erfahrung im Steuerrecht und Arbeitsrecht ist hierbei die Grundlage. Das Interesse der Mandanten wird bei unseren Anw√§lten und Steuerberatern stets in den Mittelpunkt ger√ľckt und zielgerichtete wie praxisorientierte L√∂sungen – au√üergerichtlich und gerichtlich – angestrebt.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Mandanten auf Augenhöhe werden individuelle Rechts- und Steuerprobleme schnell und sachgerecht gelöst. Eine gute Erreichbarkeit, schnelle Terminvergabe sowie hohe Termintreue ist Ihnen bei der Kanzlei Haas und Kollegen sicher.

Anwalt und Steuerberater bei Aufhebungsvertrag
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Aufhebungsvertrag im Arbeitsrecht - was ist zu beachten?

02.11.2020

Die aktuelle Corona-Krise bringt viele Branchen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Niemand wei√ü genau, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. Viele Unternehmen wollen daher m√∂glichst schnell und ohne unabw√§gbare K√ľndigungsschutzverfahren vor den Arbeitsgerichten die Anzahl ihrer Arbeitnehmer reduzieren. Immer √∂fter greifen Unternehmer daher zum Mittel der Aufhebungsvertr√§ge, um aus ihrer Sicht √ľberz√§hlige Arbeitnehmer aus dem Unternehmen zu dr√§ngen. Doch auch gegen dieses Mittel k√∂nnen Sie sich als Arbeitnehmer zur Wehr setzen.

Die Kanzlei Haas und Kollegen aus Eschborn bei Frankfurt am Main hat bereits h√§ufig Arbeitnehmer nach angebotenen Aufhebungsvertr√§gen beraten und konnte in einer Vielzahl von F√§llen die bestehenden Arbeitsverh√§ltnisse retten oder zumindest den Verlust des Arbeitsplatzes durch lukrative Bedingungen mildern. Neben der rechtlichen Beratung im Arbeitsrecht haben wir durch unsere Steuerabteilung auch das n√∂tige Know-how, um Sie √ľber s√§mtliche steuerliche Aspekte ausf√ľhrlich zu informieren, die beispielsweise eine Abfindung durch einen Aufhebungsvertrag mit sich bringt.

In unserem FAQ haben wir das Thema Aufhebungsvertrag aus arbeitsrechtlicher Sicht etwas genauer f√ľr Sie erl√§utert.

Was ist ein Aufhebungsvertrag?
02.11.2020

Ein Aufhebungsvertrag ist eine Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern einen bestehenden Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen, ohne eine K√ľndigung zu beenden. Im Bereich des Arbeitsrechts wird durch eine solche Aufhebungsvereinbarung das bestehende Arbeitsverh√§ltnis zu einem vereinbarten Termin beendet, ohne dass eine K√ľndigung durch Arbeitgeber oder Arbeitnehmer ergeht. Gerade jetzt in der Coronakrise greifen Arbeitgeber verst√§rkt auf dieses Instrument zur√ľck.

Was ist der Unterschied zwischen einer K√ľndigung und einem Aufhebungsvertrag?
02.11.2020

Ein bestehendes Arbeitsverh√§ltnis kann sowohl durch eine K√ľndigung als auch durch einen Aufhebungsvertrag beendet werden. Eine K√ľndigung ergeht einseitig vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer und l√∂st mit Zugang Rechtsfolgen wie die K√ľndigungsfrist aus. Nach Ablauf der K√ľndigungsfrist ist das Arbeitsverh√§ltnis beendet.

Im Gegensatz hierzu ist der Aufhebungsvertrag eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Diese einigen sich darauf, dass Arbeitsverhältnis zu bestimmten Bedingungen und einem bestimmten Termin zu beenden.

Diese unterschiedlichen Mittel der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ziehen daher verschiedene Rechtsfolgen nach sich.

Was ist der Unterschied zwischen einem Abwicklungsvertrag und einem Auflösungsvertrag?
02.11.2020

Bei einem Aufl√∂sungsvertrag wird das Arbeitsverh√§ltnis einvernehmlich ohne eine K√ľndigung beendet. Beim Abwicklungsvertrag hingegen liegt bereits eine K√ľndigung durch den Arbeitgeber vor. Diese K√ľndigung wird durch den Abwicklungsvertrag hingenommen. Es werden lediglich noch die Modalit√§ten f√ľr die Rahmenbedingungen der Beendigung des Arbeitsverh√§ltnisses ausgehandelt.

Was ist der Zweck eines Aufhebungsvertrags?
02.11.2020

Der Aufhebungsvertrag soll das Arbeitsverh√§ltnis zu einem bestimmten Termin im gegenseitigen Einvernehmen rechtssicher beenden. Insbesondere f√ľr Arbeitgeber sollen dadurch langwierige und unabw√§gbare K√ľndigungsschutzklagen vor den Arbeitsgerichten ausgeschlossen werden. F√ľr Arbeitnehmer soll das Arbeitsverh√§ltnis zu m√∂glichst annehmlichen Konditionen durch die Aufhebungsvereinbarung aufgel√∂st werden.

Vor- und Nachteile eines Aufhebungsvertrags f√ľr den Arbeitgeber?
02.11.2020

Ein Aufhebungsvertrag bietet f√ľr beide Vertragsparteien sowohl Vorteile als auch Nachteile.

Vorteile f√ľr Arbeitgeber:

F√ľr Arbeitgeber ergeben sich einige Vorteile. So kann er die bestehenden K√ľndigungsschutzgesetze umgehen und sich im Rahmen des Aufhebungsvertrages auch von Mitarbeitern trennen, die er aufgrund von bestehendem K√ľndigungsschutz nicht k√ľndigen kann. Auch bestimmte K√ľndigungsfristen m√ľssen nicht eingehalten werden. Der Beendigungstermin kann frei vereinbart werden.

Zudem wird das Arbeitsverh√§ltnis im Falle einer wirksamen Aufhebungsvereinbarung rechtssicher beendet. Da dies im gegenseitigen Einvernehmen geschieht, muss er nicht mit langwierigen und unabw√§gbaren K√ľndigungsschutzklagen rechnen.

Soweit ein Betriebsrat besteht, muss dieser auch im Falle eines Aufhebungsvertrages nicht vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit einbezogen werden.

Au√üerdem kann er die verbleibende Zeit des Arbeitnehmers im Unternehmen genau absehen und entsprechend mit diesem Planen. Letztlich bleibt auch die Arbeitsmotivation des Arbeitnehmers regelm√§√üig h√∂her als im Falle einer einseitigen K√ľndigung durch den Arbeitgeber.

Auch kann er insbesondere mit spezialisierten Arbeitnehmern ein auf gewisse Zeit angelegtes Wettbewerbsverbot vereinbaren. Dadurch kann er vermeiden, dass diese Arbeitnehmer ihre Fähigkeiten bei der Konkurrenz einbringen.

Nachteile f√ľr Arbeitgeber:

Gelegentlich ziehen die oben genannten Vorteile jedoch auch Nachteile mit sich. So kann durch die Vereinbarung eines Wettbewerbsverbots zwar verhindert werden, dass der ehemalige Arbeitnehmer f√ľr die Konkurrenz t√§tig wird. Im Gegenzug jedoch wird der Arbeitgeber hierf√ľr regelm√§√üig w√§hrend der Karenzzeit entsprechende Ausgleichszahlungen leisten m√ľssen.

Grunds√§tzlich werden die Bedingungen f√ľr die Beendigung des Arbeitsverh√§ltnisses f√ľr den Arbeitgeber etwas kostspieliger ausfallen, als dies bei einer K√ľndigung der Fall w√§re. Schlie√ülich muss er ein St√ľck weit auf die Belange des Arbeitnehmers eingehen, um diesen zur Zustimmung zum Aufhebungsvertrag zu bewegen. Dies wird sich insbesondere in der Zahlung einer vereinbarten Abfindung niederschlagen.

Dieser Nachteile werden jedoch auch durch die daf√ľr eintretende Rechtssicherheit und den Ausschluss von langwierigen und unabw√§gbaren K√ľndigungsschutzklagen erheblich abgemildert.

Vor- und Nachteile eines Aufhebungsvertrags f√ľr den Arbeitnehmer?
02.11.2020

Ein Aufhebungsvertrag bietet f√ľr beide Vertragsparteien sowohl Vorteile als auch Nachteile.

Vorteile f√ľr Arbeitnehmer:

F√ľr den Arbeitnehmer ergibt sich der Vorteil, dass er m√∂glichst g√ľnstige Bedingungen f√ľr die Beendigung des Arbeitsverh√§ltnisses heraushandeln kann. So kann er insbesondere eine lukrative Abfindung und ein positives Arbeitszeugnis erzielen. Im Arbeitszeugnis liest sich zudem eine einvernehmliche Beendigung regelm√§√üig besser als eine K√ľndigung. Auch eine F√∂rderung durch externe Dienstleister im Rahmen sogenannter Outplacement-Ma√ünahmen ist m√∂glich.

Zudem kann der Termin f√ľr die Beendigung gegebenenfalls zu einem sp√§teren Zeitpunkt als im Falle einer K√ľndigung hinausgeschoben werden.

F√ľr Arbeitnehmer, die ohnehin zu einem anderen Arbeitgeber wechseln m√∂chten, kann durch die Aufhebungsvereinbarung das Arbeitsverh√§ltnis auch bereits vor Ablauf der K√ľndigungsfrist beendet werden.

Nachteile f√ľr Arbeitnehmer:

Nachteile ergeben sich f√ľr Arbeitnehmer, insbesondere wenn sie nicht unmittelbar in ein anderes Arbeitsverh√§ltnis wechseln oder Hartz IV Aufstocker sind.

Wer einem Aufhebungsvertrag zustimmt und arbeitslos wird, muss grunds√§tzlich Nachteile beim Arbeitslosengeld I und/oder Hartz IV in Kauf nehmen. Das Arbeitslosengeld I wird im Regelfall f√ľr eine Dauer von 12 Wochen gesperrt. Bei Hartz-IV-Leistungen wird im Regelfall eine Sanktion mit einer K√ľrzung des Regelsatzes um 30 % f√ľr die Dauer von drei Monaten verh√§ngt.

Soweit eine Abfindung vereinbart ist, wird diese außerdem mit dem Arbeitslosengeld I und/oder den Hartz-IV-Leistungen verrechnet.

Muss ich einem Aufhebungsvertrag zustimmen?
02.11.2020

Nein. Ihre Zustimmung kann der Arbeitgeber nicht erzwingen.

In bestimmten Situationen kann es jedoch sinnvoll sein, sich auf einen Aufhebungsvertrag einzulassen und lukrative Bedingungen herauszuhandeln.

Ob dies der Fall ist, hängt von vielen Faktoren des jeweiligen Einzelfalles ab. Sie sollten daher einen versierten Rechtsanwalt konsultieren, um Ihre individuelle Situation zu bewerten und ihre Rechte bestmöglich zu wahren.

Muss mir mein Arbeitgeber eine Bedenkzeit bei einem angebotenen Aufhebungsvertrag einräumen?
02.11.2020

Diese Frage ist nur sehr schwer zu beantworten. Ein Aufhebungsvertrag ist unwirksam, wenn er entgegen dem Gebot des fairen Verhandelns zustande gekommen ist. Ob eine entsprechende Bedenkzeit hierzu notwendig ist, erscheint zweifelhaft, aber nicht gänzlich ausgeschlossen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts bedarf es einer solchen Bedenkzeit nicht, da es dem Arbeitnehmer frei steht, zu unterschreiben oder seine Unterschrift zu verweigern. Eine nicht gewährte Bedenkzeit stelle keinen Grund dar, den Aufhebungsvertrag wirksam anzugreifen.

Allerdings besteht zu dieser Frage noch keine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Es ist weder sicher noch auszuschließen, dass dieses in bestimmten Konstellationen zum Ergebnis kommt, eine Bedenkzeit sei notwendig, um dem Gebot des fairen Verhandelns Rechnung zu tragen. Ob und wann eine solche Entscheidung möglich ist, lässt sich jedoch nicht absehen.

Daher sollten Sie stets nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts davon ausgehen, dass Sie grundsätzlich an ihrem gegebenen Wort festgehalten werden, auch wenn ihnen keine Bedenkzeit eingeräumt wurde.

Letztlich h√§ngt die Angreifbarkeit eines Aufhebungsvertrages immer von vielen komplexen Faktoren im jeweiligen Einzelfall ab. Um diese fachkundig zu bewerten, sollten Sie sich von einem versierten Rechtsanwalt unterst√ľtzen lassen.

Mein Arbeitgeber will einen Aufhebungsvertrag - welche Möglichkeiten habe ich?
02.11.2020

Wenn der Arbeitgeber auf Sie zukommt und ihnen einen Aufhebungsvertrag unterbreitet, ergeben sich f√ľr Sie mehrere M√∂glichkeiten:

  • Sie k√∂nnen den Aufhebungsvertrag annehmen und das Arbeitsverh√§ltnis zum vom Arbeitgeber beabsichtigten Zeitpunkt mit den von ihm gestellten Bedingungen beenden.
  • Sie k√∂nnen den Aufhebungsvertrag ablehnen. Dies kann jedoch unter Umst√§nden eine K√ľndigung nach sich ziehen.
  • Sie k√∂nnen Nachverhandeln und den Aufhebungsvertrag in Ihrem Sinne anpassen.

Welche Strategie die f√ľr Sie beste ist, l√§sst sich pauschal nicht sagen. Dies h√§ngt immer von der konkreten Situation und den individuellen pers√∂nlichen Umst√§nden des Einzelfalls ab.

Grunds√§tzlich gilt, nur wer Nachverhandelt, kann f√ľr sich bessere Bedingungen erzielen. Durch Hinzuziehung eines spezialisierten Rechtsbeistandes kann ihr Fall fachkundig bewertet und eine f√ľr Sie ideale L√∂sung erzielt werden.

Was geschieht mit meinem Resturlaub
02.11.2020

Ihr Urlaubsanspruch besteht, solange das Arbeitsverhältnis besteht. Auf diesen Anspruch können Sie auch nicht wirksam verzichten. Jedoch endet nach einem Aufhebungsvertrag das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Es ist daher ratsam den Umgang mit ihrem Resturlaub im Aufhebungsvertrag zu regeln. Hierbei ist es auch m√∂glich, dass Sie auf diesen Verzichten, wenn dieser Verzicht entsprechend in einer vereinbarten Abfindung ber√ľcksichtigt wird.

Werden keine Regelungen vereinbart, können Sie ihren Resturlaub noch nehmen, solange das Arbeitsverhältnis besteht und dies möglich ist. Sollten Sie bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses den Resturlaub nicht aufbrauchen, können Sie sich diesen vom Arbeitgeber ausbezahlen lassen.

Sollten Sie nach dem Beendigungstermin ALG I oder Hartz IV erhalten, wird dieses Geld jedoch mit den Leistungen verrechnet.

Bekomme ich ALG I nach einem Aufhebungsvertrag?
02.11.2020

Diese scheinbar simple Frage l√§sst sich am treffendsten mit einem Ja und Nein beantworten. Grunds√§tzlich erhalten Sie ALG I nach einem Aufhebungsvertrag jedoch nicht sofort. Sie m√ľssen zun√§chst mit einer Ruhe- und Sperrzeit rechnen.

Wird Ihr Arbeitsverh√§ltnis durch den Aufhebungsvertrag zu einem fr√ľheren Termin als der K√ľndigungsfrist beendet, so ruht Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld I f√ľr die Zeit von der Beendigung bis zu dem Termin, an dem Ihr Arbeitsverh√§ltnis durch K√ľndigung beendet w√§re. Durch das Ruhen des Anspruchs wird dieser jedoch nicht verk√ľrzt, er entsteht nur zu einem sp√§teren Zeitpunkt.

Zudem erhalten Sie anschlie√üend noch von der Agentur f√ľr Arbeit eine Sperre von bis zu zw√∂lf Wochen. Durch diese Sperre wird ihr Anspruch auf ALG I verk√ľrzt. Anstatt beispielsweise 52 Wochen erhalten Sie die Leistungen nur noch f√ľr 40 Wochen.

F√ľr diesen Zeitablauf ein kurzes Beispiel:

Am 01.05 vereinbaren Sie mit ihrem Arbeitgeber durch einen Aufhebungsvertrag die Beendigung des Arbeitsverh√§ltnisses zum 15.05. W√ľrde Ihnen der Arbeitgeber k√ľndigen, w√ľrde das Arbeitsverh√§ltnis erst nach Ablauf der K√ľndigungsfrist am 31.05 enden.

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht nun daher vom 15.05 bis zum 31.05. Anschlie√üend erhalten Sie eine Sperre von zw√∂lf Wochen. Sie erhalten daher f√ľr die Zeit vom 01.06 bis zum 23.08 kein Arbeitslosengeld I. Dennoch wird ihnen diese Zeit von der Dauer ihres Anspruchs abgezogen. Haben Sie einen Anspruch f√ľr ein Jahr (= 52 Wochen) erhalten Sie lediglich noch 40 Wochen ausgezahlt. Sie erhalten das Arbeitslosengeld daher nur f√ľr die Zeit bis zum 31.05. des Folgejahres.

Zwar k√∂nnen Sie f√ľr die Zeit der Sperre Leistungen vom Jobcenter (Hartz IV) beantragen, jedoch wird Ihnen auch dieses nur mit einem um 30 % gek√ľrzten Regelsatz gew√§hrt.

Eine solche Sperre tritt nach einem Urteil des Bundessozialgerichts nur in bestimmten Konstellationen nicht ein. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn:

  • Sie den Arbeitsplatz ohnehin wegen einer betriebsbedingten K√ľndigung verloren h√§tten. Sie sind also mit dem Aufhebungsvertrag der K√ľndigung nur zuvor gekommen und
  • die bestehende K√ľndigungsfrist zwischen Unterzeichnung und Beendigung eingehalten sind und
  • sie eine Abfindung von mindestens einem halben Monatsverdienst pro Besch√§ftigungsjahr erhalten.
Rechnet die Agentur f√ľr Arbeit eine Abfindung an?
02.11.2020

Ja, die Abfindung wird mit Ihrem Arbeitslosengeld I verrechnet.

Wie wirkt sich ein Aufhebungsvertrag auf Hatz-IV-Leistungen aus?
02.11.2020

Wer Hartz IV erh√§lt und einen Aufhebungsvertrag unterschreibt, ohne unverz√ľglich einen anderen Arbeitsplatz antreten zu k√∂nnen, der muss mit einer Sanktion durch das Jobcenter rechnen. Demnach wird ihr Regelsatz f√ľr drei Monate um 30 % gemindert.

Zu einer solchen Sanktion kommt es nur in wenigen Ausnahmef√§llen nicht. Dies ist der Fall, wenn der Aufhebungsvertrag einer ohnehin erfolgenden K√ľndigung lediglich zuvorkam und das Arbeitsverh√§ltnis dennoch zum selben Termin beendet.

Auch wenn ein vom Jobcenter anerkannter K√ľndigungsgrund vorgelegen hat, der Sie zu einer Eigenk√ľndigung berechtigt h√§tte, wird eine Sanktion entfallen.

Dies ist beispielsweise der Fall,

  • wenn die Betreuung eigener Kinder nicht mehr gew√§hrleistet werden k√∂nnte oder
  • bei Gesundheits- oder Sicherheitsgef√§hrdenden Arbeitsbedingungen oder
  • dauerhaft ausbleibenden Lohnzahlungen oder
  • t√§tlichen Angriffen bzw. sexuellen Bel√§stigungen und Mobbing.

Sollte im Aufhebungsvertrag eine Abfindung vereinbart sein, wird diese zudem als einmaliges Einkommen mit ihren Hartz-IV-Leistungen verrechnet. Dadurch kann es insbesondere im Falle h√∂herer Abfindungen passieren, dass Sie f√ľr eine gewisse Zeit aus dem Leistungsbezug herausfallen und sich f√ľr diese Zeit auch selbst bei der Sozialversicherung versichern m√ľssen.

Gerade Bezieher von Hartz-IV-Leistungen sollten sich daher ganz genau √ľberlegen, ob Sie einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Es ist hier in jedem Falle ratsam, sich zun√§chst bei einem fachkundigen Anwalt zu erkundigen. Dies ist auch durch einen Beratungsgutschein, der beim Amtsgericht beantragt werden kann, finanzierbar.

Was muss bei Form und Inhalt eines Aufhebungsvertrages beachtet werden?
02.11.2020

Ein Arbeitsvertrag muss gem. § 623 BGB zwingend schriftlich geschlossen werden. Das heißt, dass dieser von beiden Vertragsparteien unterschrieben werden muss. Wird diese Form nicht eingehalten, ist er unwirksam.

Inhaltlich kann der Aufhebungsvertrag weitestgehend frei gestaltet werden. Lediglich die gesetzlichen Grenzen sind einzuhalten. So k√∂nnen beispielsweise zwingende Anspr√ľche des Arbeitnehmers nicht durch den Vertrag ohne Weiteres ausgeschlossen werden. So ist ein Verzicht des Arbeitnehmers auf seinen Resturlaub nur m√∂glich, wenn dieser im Rahmen einer Abfindung entsprechend ber√ľcksichtigt wird. Gleiches d√ľrfte f√ľr die Lohnzahlungen, jedenfalls aber f√ľr den gesetzlichen Mindestlohn gelten.

Kann ein Aufhebungsvertrag widerrufen oder aufgehoben werden?
02.11.2020

Ein Widerruf ist bei einem Aufhebungsvertrag nur m√∂glich, wenn ein Widerrufsrecht ausdr√ľcklich vereinbart wurde.

Ist ein solches Widerrufsrecht nicht vereinbart worden, kann der Vertrag lediglich angefochten werden, beispielsweise gem. § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung oder Drohung.

Dies kommt in Betracht, wenn der Arbeitgeber den Anschein erweckt hat, er k√∂nne dem Arbeitnehmer auch rechtm√§√üig K√ľndigen oder andere Ma√ünahmen wie Abmahnungen gegen ihn ergreifen, obwohl dies nicht der Fall war. Wird der Arbeitnehmer unter diesen Bedingungen zur Unterschrift gedr√§ngt, kann er den Aufhebungsvertrag anfechten.

Auch die Umst√§nde, unter denen der Aufhebungsvertrag zustande kam, kann hierf√ľr als Versto√ü gegen das Gebot des fairen Verhandelns relevant sein.

So entschied das Bundesarbeitsgericht, dass ein solcher Versto√ü vorliegen kann, wenn der Arbeitgeber eine kranke Arbeitnehmerin, die unter dem Einfluss von Medikamenten steht, unangek√ľndigt zu Hause aufsucht und umgehend vor Ort eine Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag erwirkt.

Die Erfolgschancen f√ľr eine Anfechtung sind jedoch √§u√üerst gering. Es ist daher anzuraten, in jedem Falle eine Unterschrift zun√§chst zu verweigern und umgehend Rat bei einem sachkundigen Anwalt einzuholen. Dieser kann die Situation einsch√§tzen und die f√ľr Sie g√ľnstigste L√∂sung der Situation anstreben.




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