Kategorie: Arbeitsrecht

Kein Urlaubsverzicht durch Prozessvergleich: BAG stärkt Arbeitnehmerrechte

Kein Urlaubsverzicht durch Prozessvergleich: BAG stärkt Arbeitnehmerrechte

Im Urteil vom 3. Juni 2025 (Az. 9 AZR 104/24) hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass ein Arbeitnehmer in einem bestehenden Arbeitsverhältnis auch durch einen gerichtlichen Vergleich nicht wirksam auf seinen gesetzlichen Mindesturlaub verzichten kann. Diese Entscheidung hat erhebliche Bedeutung für die Gestaltung von Beendigungsvergleichen, Aufhebungsvereinbarungen und arbeitsgerichtlichen Vergleichen. Sachververhalt: Streit um Urlaub in natura im

Schutz behinderter Kinder erstreckt sich auf die Eltern – EuGH-Urteil C-38/24

Schutz behinderter Kinder erstreckt sich auf die Eltern – EuGH-Urteil C-38/24

Eltern von Kindern mit Behinderung stehen oftmals vor der Herausforderung, Beruf und Fürsorgepflicht zu vereinbaren. Am 11. September 2025 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) mit Urteil C-38/24 entschieden: Arbeitsbedingungen müssen so angepasst werden, dass Eltern behinderter Kinder die notwendige Betreuung leisten können, ohne diskriminiert zu werden. Dieses Urteil könnte große Auswirkungen auf das deutsche Arbeitsrecht

Mutterschutz bei Fehlgeburten – was jetzt gilt

Mutterschutz bei Fehlgeburten – Reform Juni 2025

Eine Fehlgeburt ist für betroffene Frauen eine enorme seelische und körperliche Belastung. Bislang ließ das Mutterschutzgesetz sie jedoch in vielen Fällen ohne besonderen Schutz zurück. Seit dem 1. Juni 2025 gilt eine wichtige Reform: Frauen haben nun auch nach einer Fehlgeburt Anspruch auf Mutterschutzfristen, Mutterschaftsgeld und besonderen Kündigungsschutz – abhängig vom Zeitpunkt der Schwangerschaft. Inhaltsverzeichnis:
BAG 6 AZR 18/25: Befristung bis Altersgrenze zulässig

BAG-Urteil 6 AZR 18/25 – Befristung bis zur Regelaltersgrenze

Mit Urteil vom 31. Juli 2025 (Az. 6 AZR 18/25) hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass Arbeitsverträge, die mit Erreichen der Regelaltersgrenze automatisch enden, nicht unter den Diskriminierungsschutz des § 4 Abs. 2 TzBfG fallen.   Hintergrund des Falls Eine Arbeitnehmerin war befristet beschäftigt und machte geltend, sie werde gegenüber unbefristeten Beschäftigten und Beamten benachteiligt, da

Kündigungsschutz für Schwerbehinderte auch in der Probezeit

Kein Präventionsverfahren bei Kündigung eines Schwerbehinderten Menschen innerhalb der Wartezeit des KSchG

Am 3. April 2025 hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem wegweisenden Urteil (Az. 2 AZR 178/24) entschieden: Bei der ordentlichen Kündigung eines schwerbehinderten Arbeitnehmers innerhalb der sechsmonatigen Wartezeit, in der das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) noch nicht greift, besteht keine Pflicht, ein Präventionsverfahren nach § 167 Abs. 1 SGB IX durchzuführen. Wesentliche Inhalte des Urteils Verpflichtung entfällt

Arbeitsunfall – was muss man als Arbeitnehmer wissen?

Arbeitsunfall: Informationen für Arbeitnehmer

Ein Arbeitsunfall ist schnell passiert. Häufig handelt es sich um Kleinigkeiten, die im ersten Augenblick kaum der Rede wert sind. Doch auch aus solchen Kleinigkeiten können sich im weiteren Verlauf schwerwiegender Einschränkungen ergeben. Ein plastisches Beispiel hierfür sind kleinere Verletzungen, die sich schwerwiegend entzünden oder sogar zu einer Blutvergiftung führen. Doch auch unmittelbare Körperverletzungen und

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