Kategorie: Arbeitsrecht

Personalratswahl geplant: Kein besonderer Kündigungsschutz im Vorfeld

Personalratswahl geplant: Kein besonderer Kündigungsschutz im Vorfeld

Wer eine Personalratswahl anstoßen möchte, ist deshalb noch nicht besonders vor einer Kündigung geschützt. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 7. Mai 2026 entschieden (Az. 2 AZR 191/25). Der besondere Kündigungsschutz für Personen, die eine Betriebsratswahl vorbereiten, gilt nicht für Beschäftigte, die eine Personalratswahl initiieren möchten.   Worum ging es in dem Fall?

Mitarbeiteraktien: Ausschluss von Azubis und Minijobbern gefährdet Steuerfreiheit

Mitarbeiteraktien: Ausschluss von Azubis und Minijobbern gefährdet Steuerfreiheit

Unternehmen können ihren Beschäftigten Vermögensbeteiligungen wie Mitarbeiteraktien unter bestimmten Voraussetzungen steuerbegünstigt überlassen. Werden einzelne Beschäftigtengruppen von einem solchen Programm ausgeschlossen, kann die Steuerbefreiung jedoch vollständig entfallen. Das hat das Finanzgericht Düsseldorf mit Urteil vom 23. Juli 2026 entschieden (Az. 8 K 12/22 H(L)). Worum ging es in dem Verfahren? Ein Unternehmen bot seinen Beschäftigten ein

KI im Bewerbungsverfahren: Was ist erlaubt?

KI im Bewerbungsverfahren: Darf künstliche Intelligenz über Bewerber entscheiden?

Künstliche Intelligenz kann Personalabteilungen bei der Sichtung zahlreicher Bewerbungen erheblich entlasten. Systeme analysieren Lebensläufe, gleichen Qualifikationen mit Stellenprofilen ab, erstellen Ranglisten oder empfehlen, welche Kandidaten zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden sollen. Je größer der Einfluss eines solchen Systems auf die Auswahlentscheidung wird, desto wichtiger werden jedoch Datenschutz, Transparenz und wirksame menschliche Kontrolle. Die Entscheidung über

Führerscheinentzug: Kündigung möglich?

Führerscheinentzug: Wann kann der Verlust der Fahrerlaubnis den Arbeitsplatz kosten?

Wer beruflich auf ein Fahrzeug angewiesen ist und seine Fahrerlaubnis verliert, muss unter Umständen nicht nur mit persönlichen Einschränkungen rechnen. Auch das Arbeitsverhältnis kann gefährdet sein. Das Arbeitsgericht Nordhausen hat mit Urteil vom 7. Mai 2026 (Az. 3 Ca 1094/25) bestätigt, dass der Entzug der Fahrerlaubnis sowohl eine ordentliche personenbedingte als auch eine fristlose Kündigung

Darf der Arbeitgeber mich nach einer Kündigung einfach bezahlt freistellen?

Darf der Arbeitgeber mich nach einer Kündigung einfach bezahlt freistellen?

Mit der Kündigung kommt häufig zugleich die Anweisung, den Arbeitsplatz zu räumen und bis zum Ende der Kündigungsfrist nicht mehr zur Arbeit zu erscheinen. Das Gehalt werde selbstverständlich weitergezahlt. Was auf den ersten Blick wie zusätzliche Freizeit wirkt, kann für Arbeitnehmer berufliche und finanzielle Nachteile haben. Das gilt beispielsweise, wenn der Kontakt zu Kunden abbricht,

Vier Monate Probezeit bei Befristung können zulässig sein

Vier Monate Probezeit bei Befristung können zulässig sein

Wie lang darf die Probezeit bei einem befristeten Arbeitsvertrag dauern? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 30.10.2025 (Az. 2 AZR 160/24) klargestellt, dass sich diese Frage nicht anhand einer festen Prozentgrenze beantworten lässt. Eine viermonatige Probezeit kann selbst bei einem auf ein Jahr befristeten Arbeitsverhältnis angemessen sein. Entscheidend sind die geplante Vertragsdauer und die

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